Herr Doktor einen Kaffee bitte

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Herr Doktor einen Kaffee bitte, oder die Sache mit der Eigenständigkeit.

wir wurden geboren, umsorgt und zur Selbstständigkeit erzogen. Wieso viele dies verlernen, gar aufgeben, sobald sie an die Dialyse kommen, will mir nicht in den Kopf.

Es fängt schon morgens an. Wenn ich die Praxis betrete, komme ich an der Küche vorbei und organisiere mir meinen ersten Kaffee und das Wasser selber. Kann dabei noch nett mit der Kaffeefee schnacken und entlaste sie, beziehungsweise die Schwestern damit. Sonst werden sie gerne von Mitpatienten gerufen, um ihnen einen Kaffee zu bringen.

Wie in so einem Restaurant.

An meinem Platz angekommen, schaue ich, ob mein Fernseher am Strom ist. Wenn nicht, stöpsel ich ihn kurz ein und muss später keine Fernsehtechnikerin, ähm Schwester meinte ich natürlich, Verzeihung, damit belästigen.

Natürlich immer dann, wenn diese am Anliegen der Patienten ist.

Unverzüglich.

Sofort.

Einige erinnern sich vielleicht an die Fernsehfrau.

Die hatte dies ja zum Schluss perfektioniert mit ihren „Anfällen“ und so (Gott hab sie selig).

Des weiteren kann ich selbst die Saugunterlage auf den Armkeil legen und mein Shuntarm desinfizieren. Dafür braucht es keine Schwester. Alles eigenständig, ohne große Kenntnisse. Nimmt der Schwester viel Arbeit ab.

Aber die sind ja nur so allgemein halten, teilweise Selbstverständlichkeiten zu mindestens für mich.

Noch viel wichtiger ist Eigenverantwortung wenn es dann um die Gesundheit geht. Nehme ich alle meine Tabletten nach Plan? Bestelle ich rechtzeitig neue? Spreche ich den Arzt an, wenn etwas ist? Frage ich nach ob er sich um etwas gekümmert hat?

Natürlich informiert man sich auch woanders (Medien, andere Patienten etc.) aber danach sollte man es immer zusammen mit dem Arzt planen und alles besprechen.

Als Team.

So funktioniert das besser.

Aber auch Ärzte und Schwestern sind Menschen, wenn ich wegen einer Info nichts mehr höre, frage ich nach. Ich verlasse ich mich nicht komplett auf den Arzt.

Viele Patienten, da wird auch mal was vergessen.

Alleine herumdoktern und ausprobieren?

Ohne Wechselwirkungen und Gefahren zu kennen?

Nein. Zweite Meinung schon mal einholen, ja.

Es is ein gegenseitiges respektieren und zusammen den Weg finden.

Individuell.

Als Team.

Zusammen ist man stärker.

Eigenständig, aber doch zusammen.

Die Mischung macht es.

Immer.

Über den Autoren

von Franzii

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Fakten über meine „steile“ Kartiere als Wehrdienstleistender:
- 2x vom MAD überprüft (subversiv, Jungsozialist)
- G3 Schiessen versaut, dafür so dumm gewesen, das MG Schiessen mit Bravour zu bestehen (wer trägt es seitdem?)
- Tadel wegen Behfehlsverweigerung, Eingabe an den Wehr-

Wenn sich Dialysepatienten über ihr Essverhalten austauschen ist es wie wenn alte Leute miteinander über ihre Krankheiten sprechen.
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Wenn man Heimhämodialyse macht und K2 mit im Bett liegt, aber noch schläft, hängt einem eben mal ein Fuß bei der Dialyse im Gesicht...
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